Bin ich eine Abweichung von „Normal“?

Was die Kultur aber nicht verbietet ist, schneller als Lichtgeschwindigkeit zu laufen. Das wäre absurd, weil es ja per se gar nicht möglich ist. Es ist biologisch unmöglich, also ausnahmsweise wirklich anormal. Interessant hierbei: An dem Tag, an dem ein Mensch durch irgendeine krasse Mutation schneller laufen kann als Lichtgeschwindigkeit, ändert sich Anormalität zu Normalität und Unnatürlichkeit zu Natürlichkeit, krass, oder? Wie dem auch sei: Lasst die Menschen leben, sie leben in ihrer natürlichsten Form. Bin ich eine Abweichung von „Normal“? weiterlesen

Vertraue deiner Intuition – auch wenn nicht immer Platz für sie da zu sein scheint

Intuition. Bauchgefühl. Innere Stimme. Wir können es nennen, wie wir es möchten, das Phänomen bleibt gleich. In diesem Text möchte ich es vor allem die „innere Stimme“ nennen. Für mich persönlich macht dieser Name am meisten Sinn. Meine innere Stimme ist manchmal fünf Jahre alt, manchmal zwölf und wieder in anderen Situationen bereits siebzehn. Sie ist selten vierundzwanzig Jahre alt, so alt wie ich momentan … Vertraue deiner Intuition – auch wenn nicht immer Platz für sie da zu sein scheint weiterlesen

Essstörungen bei Männern: Der Adonis Komplex

Die Bandbreite unsichtbarer Essstörungen ist groß und kaum erforscht. Davon sind Männer nicht ausgeschlossen. Die Dunkelziffer bei männlich gelesenen Personen ist groß: Leider bleibt ein gestörtes Essverhalten oft unentdeckt oder wird, wie im Fall der unprofessionellen Massephase, sogar normalisiert.

Wann beginnt eine Essstörung? Bei Frauen scheinen die Grenzen zumindest relativ klar. In der männlichen Ära finden sich auch heute noch viele Fragezeichen. Essstörungen bei Männern: Der Adonis Komplex weiterlesen

Wir brauchen eine sichere Kindheit

Wenn unsere Eltern zum Beispiel selbst noch traumatisiert sind, können sie nur bis zu einem gewissen Grad gut auf uns aufpassen. Eltern, die nicht gelernt haben, mit ihren Gefühlen umzugehen und sich selbst zu regulieren, erfahren vielleicht im Umgang mit ihrem Kind Verletzungen aus der eigenen Kindheit. Es kann dazu führen, dass sie im Umgang mit ihren eigenen Kindern schädlich handeln. Wir brauchen eine sichere Kindheit weiterlesen

Vor mir die Hoffnung

Ich habe lange hin und herüberlegt wie ich diesen Text schreiben soll.Ich bin keine studierte Psychologin, nicht mal ausgelernte Ergotherapeutin, und somit auch nicht ansatzweise in der Position, fachliche Ratschläge zu geben. Alles, was ich hier berichte, habe ich entweder selber in der Verhaltenstherapie gelernt oder eigenständig recherchiert. Beides werde ich genauso kennzeichnen. Ich habe mich dazu entschlossen, die Main Game Changer, also Erkenntnisse die … Vor mir die Hoffnung weiterlesen

Die Traumgeburt der kleinen Erdbeere

Samstag, 29.01.2022. Ich schlage die Augen auf. Ich liege im Bett. Neben mir höre ich den ruhigen Atem meiner Familie. Mein Mann und mein Sohn, beide leise schnarchend. Ich schaue auf die Uhr. Kurz vor 5. Ich lege meine Hände auf meinen Bauch. Ein bisschen enttäuscht bin ich. Weil ich schon wieder mit regelmäßigen Wehen eingeschlafen und ohne Wehen aufgewacht bin. Weil mein Baby immer … Die Traumgeburt der kleinen Erdbeere weiterlesen

Nach mir die Angst

Worin liegt die Ursache für meine Panikattacken? Ich sitze im Zug. Magdeburg – Leipzig, das Wochenende war gut, denke ich mir. Gleichzeitig schwingt Stolz mit. Ein kleines „Ich habs geschafft!“ mit bitterem Beigeschmack, denn was gibt es „zu schaffen“? Seit dem ich losgefahren bin dominiert mich eine subtile Angst vor allem was kommen und nicht kommen könnte. Ich kenne dieses Gefühl bereits zu gut. Die … Nach mir die Angst weiterlesen

Mama ärgert. Papa ärgert.

„Du bist eine tolle Mama. Ich bin gerade schwanger und hoffe, dass ich es auch so gut hinbekomme, wie du.“ Wir sitzen zusammen in der Badewanne. Das erste Mal, seit meine kleine Schwester auf der Welt ist. Ich habe es vermisst, mit dir zu planschen. Irgendwann stehst du auf. „Mama geht jetzt raus. Möchtest du noch weiter planschen?“ „Weiter planschen.“, sage ich und lache zufrieden. … Mama ärgert. Papa ärgert. weiterlesen

PoC und Männer: Der russisch-ukrainische Konflikt

Was würde ich tun? Keine Ahnung, aber ich wäre vermutlich dankbar, wenn ich mich verteidigen könnte. Wäre ich das? Vermutlich wäre ich auch dankbar, die Möglichkeit zu haben, direkt zu flüchten. Wenigstens habe ich die Wahl. Mein Freund hat das nicht. Mein Vater auch nicht. Wie würde ich handeln, als überdurchschnittlich starke Frau, zumindest was meine Körperkraft angeht? Seltsamer Ansatz, denn bei Panzer gegen Maggy gewinnt der Panzer. Immer noch makaber, ich weiß. Der Punkt ist aber, dass ich als kinderlose, junge und gesunde Studentin im Zweifel eine Entscheidung treffen darf. Ein alleinerziehender Vater mit drei Kindern darf das nicht. Ich denke nicht, dass etwas eine (verweigerte) Entscheidungsfreiheit legitimieren kann. Ein Penis schon gar nicht. PoC und Männer: Der russisch-ukrainische Konflikt weiterlesen

Quasi-Geheimnisse

Die Klimmzugstange ist nur ein Beispiel aus einer Welt, die nicht für Frauen gemacht wurde. Es ist kein Geheimnis, dass vieles männlich normiert wurde, es ist aber leider auch nicht sonderlich offensichtlich. Oder mit den Worten von meinem Philosophieprofessor: Wir machen einen weitläufigen Kategorienfehler, wenn wir als Mann auf die Welt gucken. Wir sehen nämlich, dass alles für uns glatt läuft und die Welt irgendwie ziemlich gut funktioniert und übersehen dabei, dass das für andere Personengruppen mitnichten so ist. Wenn ich also als Mann schon immer bequem eine Stange greifen konnte, woher soll ich dann wissen, dass das bereits ein Privileg und nicht selbstverständlich ist? Quasi-Geheimnisse weiterlesen