Was kann ich tun?

Der Klimawandel – ich war in der 8. Klasse, als ich das erste Mal etwas davon hörte. Wir schauten Al Gores Film „eine unbequeme Wahrheit“ im Biologie Unterricht. Ich war schockiert und beängstigt. Schockiert, weil ich so viele Jahre gelebt hatte, ohne etwas davon zu wissen. Beängstigt, weil es das Schlimmste war, was ich jemals gehört hatte. Weil ich mir sicher war, dass wir alle sterben, wenn nicht jetzt sofort etwas geändert wird. Als ich nach Hause kam, erzählte ich meinen Eltern beim Mittagessen von dem Film, vom Klimawandel, von unserem bevorstehenden Tod. Von der Erde, die krank war. Meine Eltern hörten mir zu. „Schlimm ist das, oder?“, erwiderte meine Mutter und wandte sich wieder ihrem Essen zu. Aber mehr gab es zu dem Thema nicht zu sagen. Ich fühlte mich verloren. Ausgeliefert. Ich wollte am liebsten nie wieder Strom benutzen. Nie wieder Auto fahren. Fühlte mich schlecht, einfach weil ich existierte. Und mir war klar, dass ich das Große und Ganze trotzdem immer noch nicht begriffen hatte. Dass ich es nicht begreifen konnte. Mir ging es eine Woche lang schlecht. Und dann war es, als hätte ich nie etwas über den Klimawandel gehört. Ich tat einfach so, als wäre alles „normal“. Alles in Ordnung. Klimawandel? Ja, das ist schlimm. Erst als ich von zu Hause auszog und ein bisschen älter wurde, fing ich wieder an, mich mehr mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich hörte auf, ständig Klamotten zu kaufen. Generell ständig Dinge zu kaufen, die ich eigentlich nicht brauche. Ich verkaufte mein Auto. That’s it. Verdrängen ist leichter, als Angst. Ich hatte niemals, zu keinem Zeitpunkt, das Gefühl, ich selbst könnte wirklich etwas ändern. Irgendwie hatte ich auch die Hoffnung, dass die Regierung alles wieder gut macht. Dass die Industrie alles wieder gut macht. Dass meine Mitmenschen alles wieder gut machen. Aber ich selbst? Was kann ich schon tun? 

Du kannst mehr tun, als du denkst. 

Wir leben im Kapitalismus. Ganz einfach heruntergebrochen: die Nachfrage reguliert das Angebot. Das Angebot reguliert die Nachfrage. Nachfrage, das sind wir. Wir, die Dinge kaufen (konsumieren). Das, was wir kaufen, wird häufiger angeboten. Das, was wir nicht kaufen, weniger. Außerdem reguliert das Angebot auch die Nachfrage. Manche Dinge sind besonders wertvoll, diese gibt es nicht so häufig, das Angebot ist gering. Deshalb sind sie teuer. Nicht alle von uns können oder wollen sie uns leisten. Die Nachfrage wird durch den hohen Preis gering gehalten. Die gegenseitige Beeinflussung von Angebot und Nachfrage wird als Marktgleichgewicht bezeichnet. Die Regierung kann Einfluss auf dieses Marktgleichgewicht nehmen, z.B. indem sie bestimmte Waren mit einer höheren Steuer versieht oder bestimmte Dinge fördert (subventioniert). Aber wenn die Regierung Einfluss auf das Marktgleichgewicht nimmt, macht es dann überhaupt einen Unterschied, was wir kaufen? Genau das ist der springende Punkt. Die Regierung kann uns definitiv in bestimmte Richtungen drängen. Zum Beispiel hin zum Auto, weg vom Zug. Die Autoindustrie ist der Star der deutschen Wirtschaft und es wird alles dafür getan, diesen Star zu pflegen. Auto fahren ist bequemer, günstiger und einfacher als Zugfahren. Die Deutsche Bahn dagegen. Überteuerte Preise, überfüllte Züge, dreckige Toiletten, Verspätungen, stundenlange Wartezeiten an Haltestellen (bestenfalls im tiefsten Winter). Und wie kann jetzt die Nachfrage nach Zugfahrten gesteigert werden? Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder die Regierung verzichtet auf ihren Wirtschaftsstar Auto und fängt an die Bahn zu subventionieren. Oder ich persönlich verzichte auf die Bequemlichkeiten des Autos und fange an Bahn zu fahren. Aber warum zur Hölle sollte ich das tun? 

Einigen wir uns darauf, dass der Klimawandel tatsächlich existiert (was wissenschaftlich bewiesen ist). Einigen wir uns darauf, dass wir daran glauben. Dass wir tatsächlich Angst davor haben, dass es die Welt wie wir sie kennen, bald nicht mehr geben wird. Dass wir verstehen, es liegt jetzt an jedem einzelnen von uns. Dass wir alles tun müssen, um die Umweltkatastrophe, auf die wir zusteuern, zu verhindern. Dass wir aufhören zu hoffen, alle anderen werden schon irgendwie irgendwas tun, um uns zu retten. 

Der Verkehrssektor ist für mehr als 19 % der jährlichen Treibhausgasemissionen Deutschlands verantwortlich (Stand 2018). 95 % dieser Emissionen stammen ausschließlich aus dem Straßenverkehr. Jeden, der schon einmal zu den Stoßzeiten auf einer Hauptverkehrsstraße unterwegs war, wird diese Zahl nicht wundern. 

Was kann ich also tun? Hör auf, ständig mit dem Auto zu fahren! Es geht gar nicht darum, nie wieder Auto zu fahren. Mach es einfach nicht mehr so oft. Selbst wenn du das Auto nur ein einziges Mal stehen lässt, um zu Fuß zum Bäcker zu laufen, macht es schon einen Unterschied. Ich verstehe, dass manche Menschen nicht auf ihr Auto verzichten können. Aber viele können es eben doch. Und wenn immer mehr von uns anfangen, das Auto stehen zu lassen, oder es sogarverkaufen. Und immer mehr von uns anfangen mit Bus und Bahn zu fahren. Fahrrad fahren. Dann werden die Straßen immer leerer. Bus und Bahn werden immer weiter ausgebaut. Es gibt mehr Fahrradwege. Vielleicht werden Parkplätze zu Parks umgebaut. Denn die Nachfrage hat sich verschoben. Und wenn du dann ein oder zwei Mal im Jahr mit einem Mietwagen in den Urlaub fährst, ist das nicht schlimm. Es ist tatsächlich wunderbar. Du kannst den Kofferraum vollpacken und einfach los fahren, egal zu welcher Uhrzeit. Denn weil viele deiner Mitmenschen mittlerweile darauf verzichten, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, sind die Straßen wunderbar leer. Autofahren an sich ist nicht schlecht. Ein zu viel ist schlecht. Und wenn alle sich ein wenig zurücknehmen, reicht es schon. 

Jede einzelne Entscheidung macht einen Unterschied. Das darfst du nicht vergessen.

Angebot und Nachfrage. Eine weitere Stellschraube, die wir ganz einfach beeinflussen können ist die Landwirtschaft. Die Landwirtschaft ist für ungefähr 7,4 % der Emissionen Deutschlands verantwortlich (Stand 2018). Weltweit liegt diese Zahl zwischen 14 % und 51 %, je nachdem, welche Quellen man zurate zieht. Wie kommen diese unterschiedlichen Zahlen zustande? Es kommt auf die Art und Weise der Berechnung an. Nämlich darauf, welche Faktoren mit zu landwirtschaftlichen Emissionen gezählt werden und welche nicht. Wird mit einbezogen, dass die landwirtschaftlichen Viehbestände exponentiell wachsen? Dass großflächig Waldflächen abgeholzt werden, um Futter für diese Tiere zu pflanzen? Dass das dazu führt, dass weniger Co2 durch Fotosynthese umgesetzt werden kann? Dass diese Tiere außerdem auch noch Co2 ausatmen und in Folge ihrer Verdauung Methan produzieren? Fakt ist: für 1 kcal Rindfleisch werden bis zu 21 pflanzliche kcal benötigt. Fast 16.000 Liter Wasser braucht es, um 1 kg Rindfleisch herzustellen.

Ob die Landwirtschaft tatsächlich 51 % der gesamten Treibhausemissionen ausmacht? Ich denke nicht. Aber höher als 8% wird der Wert auf jeden Fall sein. Wahrscheinlich auch höher als 20 %. Ziemlich sicher höher, als die meisten von uns glauben. Was kann ich tun? Die Antwort liegt auf der Hand. Iss weniger tierische Produkte. Du isst überhaupt kein Fleisch? Das ist toll. Aber wenn du dafür alles mit Milchprodukten ersetzt, ist das noch ausbaufähig. Denn Milchkühe produzieren auch Methan, brauchen Futter und Wasser. Du machst das gar nicht wegen des Klimas, sondern weil dir die Tiere leid tun? Aber du kannst beim besten Willen nicht auf Käse verzichten? 

Und du glaubst wirklich, dass es den Milchkühen besser geht, als den Rindern, die geschlachtet werden? Warum? Weil sie am Leben bleiben dürfen? Tolles Leben, vollgepumpt mit Hormonen, getrennt vom Baby. Dauernd an einer Maschine angeschlossen, damit andere (aber auf keinen Fall dein Baby) deine Milch trinken können. Wenn Kälber von ihren Müttern getrennt werden, können die Mutterkühe mitunter so stark darunter leiden, dass sie an einem gebrochenen Herzen sterben (nur mal so am Rande). 

Du kannst Fleisch und Käse essen. Aber eben nicht immer. Im Besten Fall selten. Du kannst dir das nicht vorstellen? Weil du überhaupt nicht weißt, was du dann noch essen sollst? Dann entscheide dich einfach nur das nächste Mal gegen das Wurst- oder Käsebrot. Jede einzelne Entscheidung gegen ein tierisches Produkt macht einen Unterschied. Jede deiner Entscheidungen zählt.

Und wenn du dann richtig Heißhunger auf Fleisch hast, geh nicht zu Aldi oder Rewe. Geh zu einem Biobauer deines Vertrauens und kaufe dir echtes Fleisch. Fleisch, was noch Geschmack hat. Weil es von Tieren kommt, die nicht bis zum Erbrechen mit Mais und Soja vollgestopft, sondern artgerecht gehalten wurden. Und du wirst merken: das Fleisch, das du sonst im Discounter holst, ist es nicht wert. Nicht wert, deswegen unsere Leben aufs Spiel zu setzen. Und deine ein bis zwei Tage im Monat, an denen du dein Bio Fleisch isst, werden etwas ganz besonderes sein. Du kannst das Fleisch genießen. Es wertschätzen. Denn es schmeckt einfach wunderbar. Und du stopfst dir nicht irgendeine billige Wurst rein, während du Netflix guckst. Ohne wirklich zu merken, was du da überhaupt isst. Denn du möchtest gerne weiter auf dieser Erde leben. Und diese Erde, deine Mitmenschen und alle anderen Lebewesen, die hier wohnen, wertschätzen. 

Verkehr und Landwirtschaft sind eindeutig die größten Stellschrauben, die wir als einzelne Personen in der Hand haben. Wenn jeder Einzelne von uns anfängt, sich in dieser Hinsicht bewusster zu verhalten, auch mal zu verzichten, ist schon einiges getan. Dir reicht das noch nicht? 

Was kann ich noch tun?

Plastik. Von der Herstellung bis zur Entsorgung von Kunststoffen werden jährlich 850 Millionen Tonnen Treibhausgas ausgestoßen. Dir sagt diese Zahl nichts? Ganz ehrlich, mir auch nicht so richtig. Im Jahr 2019 hat ganz Deutschland weniger Co2 ausgestoßen. Plastik hat also einen größeren Anteil am Klimawandel als ganz Deutschland. 

Ganz abgesehen davon, was diese Zahlen bedeuten. Es ist einfach viel. Dazu kommt die Verschmutzung der Weltmeere. Das Sterben von Fischen. Und was Viele nicht wissen: 40 % der menschengemachtenTreibhausgasemissionen werden von den Weltmeeren gebunden. Wenn Plastik in die Meere gelangt, fängt es an, sich dort abzubauen. Wenn sich Kunststoffe abbauen, setzen sie Methan frei. Der Prozess des Abbaus wird durch den hohen Salzanteil im Meerwasser beschleunigt, was zu einer erhöhten Freisetzung von Methan führt. Wird viel Methan freigesetzt, kann das Meer weniger Treibhausgase aus der Atmosphäre aufnehmen. 

Es gibt viele Gründe auf Plastik zu verzichten, aber einen finde ich ganz besonders überzeugend. Es ist meistens komplett überflüssig. Und trotzdem ist es wahnsinnig schwer, Kunststoffen aus dem Weg zu gehen. Die meisten denken vielleicht zuerst einmal an die Gurke, die in Folie gewickelt im Supermarkt liegt. Oder die Plastiktüte, mit der der Einkauf nach Hause getragen wird. Aber auch Smartphones, Laptops, sogar Autos bestehen größtenteils aus Kunststoff. Bedeutet das, dass ich nie wieder ein Smartphone benutzen darf, in dem Kunststoff verarbeitet wurde? Nein. Verzichte lieber erst mal auf die Gurke und die Tüte. Auf die Art Plastik, die nur für eine extrem kurze Dauer nützlich ist und dann nie wieder. Dazu musst du deine Gewohnheiten ein wenig umstellen. Plastik ist überall. Deine Kosmetik- und Pflegeprodukte sind alle in Plastik verpackt. Sogar Klopapier ist in Plastik verpackt. Deine Zahnbürste besteht aus Plastik. Du benutzt Plastiktüten, um deinen Müll zu entsorgen. Sich das Ziel zu setzen, auf Plastik zu verzichten, ist wirklich nicht einfach. Ich bin noch lange nicht an diesem Ziel angekommen. Was du aber ziemlich einfach umsetzen kannst, ist zumindest im Supermarkt darauf zu achten, Lebensmittel zu kaufen, die nicht in Plastik verpackt sind. Gerade Obst und Gemüse hält sich meistens viel besser frisch, wenn es nicht in Folie gewickelt wird. Auf dem Markt bekommst du so gut wie alles komplett Plastikfrei, dazu ist das Gemüse frischer, schmeckt besser, und häufig auch viel günstiger. Fleisch, Wurst, Käse und Süßigkeiten? Bei ersteren habe ich schon ausführlich genug beschrieben, warum du darauf verzichten solltest, letzteres muss ich hier nicht weiter ausführen. Wenn dir das nicht reicht, gibt es zumindest in den großen Städten immer mehr Unverpackt Läden, in denen alle Waren komplett Verpackungsfrei angeboten werden. Wenn du etwas kaufen möchtest, füllst du es einfach in einen mitgebrachten Behälter ab. 

Anfangs wird es schwierig sein, aber wenn immer weniger Menschen plastikverpackte Dinge kaufen, werden die Hersteller aufhören, Dinge in Plastik zu verpacken. Die Nachfrage reguliert das Angebot. Dann ist es selbstverständlich, dass du deine eigene Einkaufstasche mitbringst, deine Haferflocken in ein mitgebrachtes Glas füllst und hin und wieder deine Lieblingssüßigkeiten aus großen Gläsern zu einer personalisierten „Party Box“ zusammenstellst. So wie es die Menschen bis vor ein paar Jahrzehnten übrigens auch gemacht haben. 

Du ernährst dich ausschließlich pflanzlich, hast dein Auto verkauft, anstatt in Plastik verpacktes Klopapier verwendest du wieder waschbare Tücher und es reicht dir immer noch nicht? 

Keine Sorge, da geht noch was. 

Wenn du das nächste mal bei einem beliebten Billigmodelabel die Worte „super Sale“ im Schaufenster siehst und es dir in den Fingern juckt, ein paar T-Shirts für 2€ das Stück abzugreifen, solltest du dir zumindest darüber im Klaren sein, was das für dich und dein zukünftiges Leben auf dieser Erde bedeuten kann. Tatsächlich ist die heutige Wegwerfmode zu einem der größten Klimasünden herangewachsen. Nicht nur der enorme Wasserverbrauch und die Unmengen an Chemikalien, die in die Böden sickern und diese vergiften. Die Textilindustrie hat einen höheren Co2 Ausstoß, als internationaler Flugverkehr und Schifffahrten zusammen (Stand 2015). Bei Baumwolle sind es, vom immensen Wasserverbrauch des Anbaus einmal abgesehen, „nur“ die langwierigen chemische Verarbeitungsprozesse in kohlebetriebenen Fabriken. Polyester besteht zusätzlich aus Kunststofffasern, die dieselben Herstellungsabläufe und Emissionen verursachen, wie andere Kunststoffe. Wolle wird von Schafen gewonnen, der landwirtschaftliche Anteil an Treibhausgasen ist wie bereits beschrieben nicht gerade unbeachtlich. Die heutige Textilienproduktion ist schon allein aufgrund der hohen Wasserverschmutzung mit den Chemikalien ein Problem. Die dabei anfallenden Treibhausemissionen sind leider nur die Spitze des Eisbergs. 

Was kann ich tun?

Die Antwort liegt auf der Hand, oder? Hör auf dir ständig neue Klamotten zu kaufen. Mode ist viel mehr, als nur Bekleidung des Körpers. Mode ist Persönlichkeit. Mode kann glücklich machen. Mode kann aufmuntern, unterstützen, Menschen zusammenbringen. Ich verstehe es, wenn du dir gerne Kleidung kaufst und wenn du es liebst, neue Dinge zu tragen und auszuprobieren. Das Problem ist auch gar nicht das Kleidungsstück, dass du dir neu kaufst, vielleicht auch obwohl es eigentlich zu teuer ist, du es aber nicht mehr aus dem Kopf bekommst. Das Kleidungsstück, dass du seitdem ständig trägst, weil du es über alles liebst. Das Problem ist das Kleidungsstück, dass du schon beim Anprobieren nicht besonders magst, es aber mitnimmst, weil es ja so günstig ist (oder jeder andere sinnlose Grund, um etwas zu kaufen). Und was dann in deinem Schrank in der letzten Ecke liegt, bis du vergisst, dass es überhaupt da ist. An dieser Stelle kann ich jedem, der sich gerne mit seinem Konsumverhalten befassen möchte, Marie Kondo ans Herz legen. Ich werde die Konmari Methode hier nicht weiter ausführen – lies einfach das Buch. Aber wenn du ausgemistet hast, dich von den Dingen befreit, die dich nicht glücklich machen, wird sich alles verändern. In deinem Schrank sind nur noch Dinge, die dich glücklich machen. In der ganzen Wohnung, im ganzen Haus. Du machst deine Schublade auf und ziehst irgendetwas zum Anziehen raus. Und du liebst es, ganz egal wonach du gegriffen hast. Du musst nicht stundenlang vorm Spiegel stehen, unzählige Kleidungsstücke an und wieder ausziehen und am Ende zu dem Schluss kommen, nichts mehr zum anziehen zu haben. Denn du hast nur Dinge, die dich glücklich machen. Weil sie bequem sind, deine Persönlichkeit unterstreichen und dir gut passen. Und wenn du etwas siehst, was du wunderschön findest, dann spürst du sofort, ob es etwas sein kann, was du lieben wirst. Und du wirst aufhören, sinnlos Kleidung zu kaufen, die du eigentlich nicht magst. Denn du möchtest das wunderschöne Gefühl des Glücks in deiner Wohnung nicht zerstören, indem du etwas hineinbringst, was dir nicht gefällt. 

Du hast immer noch nicht das Gefühl, genug zu tun?

Energiebedingte Emissionen – ein ganz schwieriges Thema. Schwierig, weil seien wir mal ehrlich, möchte irgendjemand auf die Bequemlichkeiten von Strom und einer Heizung verzichten? Ich persönlich eher nicht. Wenn du nicht in einer selbstgebauten Hütte im Wald wohnen möchtest, wäre es denke ich ein guter Anfang, deinen Stromanbieter zu überprüfen. Wechsel zu einem mit Ökostrom. Mach das Licht aus, wenn du aus dem Raum gehst. Kaufe dir Mehrfachstecker mit einem Regulationsschalter, sodass du Geräte komplett vom Strom nehmen kannst, wenn du sie nicht oder nur selten brauchst. Geh nicht so oft Baden. Dusche nicht zu lang, mach das Wasser aus, während du dich einseifst. 

Meiner Meinung nach ist das alles aber viel weniger wirkungsvoll, als sich (wieder einmal) die Produkte anzuschauen, die wir konsumieren. Denn alles, was wir uns kaufen, wird irgendwann irgendwo unter Energieaufwand hergestellt. Und selbst wenn du zu Hause Ökostrom benutzt – die meisten Produkte, die derzeit verkauft werden, werden nicht klimaneutral hergestellt. 

„Ein paar tausend Jahre bevölkerte die Spezies „Mensch“ den Planeten Erde. Die Menschen ernährten sich überwiegend von tierischen Lebensmitteln, die sie industriell veränderten, um den Geschmack zu verfälschen. Wenn sie an einen anderen Ort gelangen wollten, gingen sie selten zu Fuß. Die meiste Zeit benutzen sie dazu Fahrgeräte, die sie Autos nannten. Die meisten Menschen lebten zwar in großen Städten, trotzdem kannten sie einander kaum, sodass psychische Erkrankungen und Einsamkeit vorherrschten. Anstatt sich mit anderen zu treffen, benutzten sie Geräte, mit denen sie in Echtzeit schriftlich kommunizieren konnten. Diese Geräte waren mit der ganzen Welt vernetzt und boten einen unermesslichen Informationsfluss. Es fiel den Menschen mit der Zeit immer schwerer, wertvolle Informationen von unnötigen oder falschen Informationen zu unterscheiden. Vielleicht war die unheimliche Macht, die von diesen Geräten und der Vernetzung der Welt ausging, zu schwer greifbar, für einen einzelnen menschlichen Verstand. Vielleicht versetzte er die Menschen in Angst und ließ sie deshalb unnötige Informationen aufsaugen, wie einen Schwamm. Informationen, die sie von einer Information, die sich immer wieder in den Vordergrund drängen wollte, ablenkte. Eine Information, die sehr bedeutsam war. Dass ein menschengemachter Klimawandel die Erde, auf der sie lebten, verändern würde. Dass diese Erde ihr Lebensraum war, den sie brauchten, um weiterhin zu existieren. Und dass sie jetzt anfangen müssten, etwas zu verändern, um ihr eigenes Leben zu retten. Statt diese Information aufzunehmen, benutzten sie diese Geräte dazu, um Geschäfte virtuell aufzusuchen und etwas zu kaufen. Die Dinge, die sie kauften, wurden von anderen Menschen in kleinen Kisten vor die Haustür gestellt. Und immer, wenn sie eine innere Leere fühlten, bestellten sie eine neue Kiste. Sie kauften viele Dinge, die sie eigentlich nicht brauchten, bis kaum Platz mehr war. Kaufen entspannte sie, war ein Statussymbol. Die Armen kauften auch, denn sie wollten auch glücklich sein. Weil die meisten Menschen arm waren und nur wenige Reich, waren die meisten verschuldet. So mussten sie viel arbeiten, um ihren Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Es blieb ihnen keine Zeit, sich mit der Information über den Klimawandel auseinander zu setzen. Als sie starben, waren sie umringt von ihren Habseligkeiten. Die meisten dieser Gegenstände haben den Klimawandel überlebt und können heute in Museen besichtigt werden. 

Forscher fanden heraus, dass genau dieses Konsumverhalten ein ausschlaggebender Faktor der Klimakrise war und die Menschen die Krise mit einer Veränderung dieses Verhaltens hätten abwenden können.“ 

Was kann ich tun?

Quellen

https://www.rechnungswesen-verstehen.de/bwl-vwl/vwl/angebot-und-nachfrage.php

https://www.co2online.de/klima-schuetzen/mobilitaet/auto-co2-ausstoss/

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/treibhausgas-emissionen/emissionsquellen#energie-verkehr

https://academic.oup.com/af/article/9/1/69/5173494

https://www.plastikalternative.de/plastik-klimawandel/

https://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/plastikmuell/klimakiller-kunststoff

https://www.quarks.de/umwelt/kleidung-so-macht-sie-unsere-umwelt-kaputt/

https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/industriebranchen/textilindustrie#auf-dem-weg-zur-nachhaltigen-produktion-in-der-textilindustrie-

https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energiebedingte-emissionen#energiebedingte-treibhausgas-emissionen

https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energieverbrauch-nach-energietraegern-sektoren

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