Welche Verhütungsmethoden gibt es eigentlich?

Das Kondom
Das Kondom ist eine sehr dünne ‚Hülle‘ die über das männliche Glied gestreift wird. Die Spermien können so beim Samenerguss nicht in die Vagina gelangen. Zusätzlich schützt das Kondom vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Es ist günstig und einfach zu verwenden.
Kondome können mit der Zeit spröde werden, sodass sie ihre Wirkung verlieren. Sie können reißen, platzen oder Löcher haben.
Schutz bei korrekter Anwendung: 98 %

Das Diaphragma
Das Diaphragma ist schalenförmig und wird in die Vagina eingeführt, wo es eine Trennwand bildet, die verhindert, dass Spermien in den Muttermund gelangen können. Frühestens 6, spätestens 24 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr muss das Diaphragma entfernt werden. Vor erster Anwendung muss es vom Frauenarzt*in angepasst werden. Das Einsetzen kann ein wenig Übung brauchen. 
Schutz bei korrekter Anwendung: 86-94 % 

Die Pille
Die Pille ist ein hormonelles Verhütungsmittel zur oralen Einnahme für Frauen. Der monatliche Eisprung wird durch die hormonelle Zusammensetzung unterdrückt. Dadurch wird der normale Hormonhaushalt gestört, was zu vielen psychischen und körperlichen Nebenwirkungen führen kann. Bei Durchfall oder Erbrechen nach Einnahme kann die Pille ihre Wirkung verlieren. Hin und wieder treten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auf.
Schutz bei korrekter Anwendung: 99 %

Der Vaginalring
Der Vaginalring ist ein hormonelles Verhütungsmittel für Frauen, der in die Vagina eingeführt wird. Nach drei Wochen wird der Ring herausgenommen, eine Woche pausiert, dann wird ein neuer Ring eingeführt. Auch der Vaginalring unterdrückt den Eisprung. Allerdings muss nicht jeden Tag an die Einnahme gedacht werden, weil der Ring nur alle drei Wochen gewechselt wird. Der Einfluss auf den natürlichen Hormonhaushalt und Nebenwirkungen sind fast dieselben, wie bei der Pille.
Schutz bei korrekter Anwendung: 99 % 

Die Hormonspirale
Die Hormonspirale wird mittels operativen Eingriff in die Gebärmutter eingesetzt wird. Dort gibt sie kontinuierlich geringe Mengen an Hormonen ab. Die Gebärmutterschleimhaut verdickt sich und Spermien können nicht mehr in die Gebärmutter eindringen. Die Spirale kann bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben, bevor sie ausgewechselt werden muss. Beim Einsetzen kann es zu einer Entzündung der Gebärmutter kommen. Hormonell bedingte Nebenwirkungen sind ebenfalls möglich.
Schutz bei komplikationsloser Anwendung: 99 %

Die Kupferspriale
Die Kupferspirale ist ein hormonfreies Verhütungsmittel für Frauen, das in die Gebärmutter eingesetzt wird. Dort gibt sie kontinuierlich Kupferionen ab, die den Muttermund, die Gebärmutterschleimhaut, sowie Spermien derart verändern, dass keine Eizellen befruchtet werden können. Die Spirale kann bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben. Das Einsetzen ist mit einem schmerzhaften Eingriff verbunden, es kann zu Entzündungen kommen. Die Spirale kann wandern und die Gebärmutter schädigen, was zur Unfruchtbarkeit führen kann. Außerdem kann es zu einer Verschlimmerung der monatlichen Blutungen und den damit verbundenen Schmerzen kommen.
Schutz bei komplikationsloser Anwendung: 99 %

Die Kupferkette

Die Kupferkette wirkt wie die Kupferspirale. Sie ist allerdings kleiner und flexibler und wird deshalb vorzugsweise jungen Frauen eingesetzt. Sie muss an der Gebärmutterwand befestigt werden, weshalb diese eine bestimmte Dicke aufweisen muss. Auch die Kupferkette muss nach spätestens fünf Jahren herausgenommen werden. Das Einsetzen kann zu einer Entzündung der Gebärmutter führen. Die Mensturation und damit verbundenen Beschwerden können durch die Kupferkette verschlimmert werden.
Schutz bei komplikationsloser Anwendung: 99 %

Natürliche Familienplanung (NFP)
NFP ist eine hormonfreie Verhütungsmethode. Der Eisprung der Frau wird ermittelt, um die fruchtbaren Tage auszumachen. Dazu misst die Frau täglich ihre Basaltemperatur (die Körpertemperatur morgens, vor dem Aufstehen). Die Basaltemperatur sinkt kurz vor dem Eisprung ab und steigt danach um ca. 0,5 Grad an. Zusätzlich kann die Frau weitere körperliche Symptome des Eisprungs beobachten (zB die Beschaffenheit des Zervixschleims). Die Basaltemperatur kann durch verschiedene Faktoren (zB Alkohol, Stress) beeinflusst werden, was die Kurve verfälschen kann.
Schutz bei korrekter Ausführung: 97 %

Quellen

https://www.netdoktor.at/sex/verhuetung/kondom-5456
https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/kondom-fuer-ihn-sie/kondom/
https://www.netdoktor.at/sex/verhuetung/sicherste-verhuetungsmethode-5463
https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/diaphragma-co/diaphragma/
https://www.familienplanung.de/no_cache/verhuetung/verhuetungsmethoden/pille-und-minipille/pille/
https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/weitere-hormonelle-methoden/vaginalring/
https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/hormonspirale/
https://www.netdoktor.de/verhuetung/hormonspirale/
https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/kupferspirale/
https://www.netdoktor.at/sex/verhuetung/kupferspirale-6793824
https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/kupferkette/
https://www.profamilia.de/themen/verhuetung/kupferkette
https://www.frauenaerzte-im-netz.de/familienplanung-verhuetung/natuerliche-familienplanung/

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