Generation Instagram – Gastbeitrag von Julia

Wir sind die Generation, die aufräumt. Wir, das sind die Generationen Y, Z und Alpha. Natürlich gibt es auch Menschen aus der Generation X (Geburtsjahr 1965-1980), die online aktiv sind, doch hier möchte ich von uns sprechen, von den Menschen, die mit dem Internet großgeworden sind oder mit dem Internet noch aufwachsen werden. Ich möchte von den Snowflakes sprechen. Wir rebellieren anders als die Generationen … Generation Instagram – Gastbeitrag von Julia weiterlesen

Über Fatshaming und verinnerlichte Fettfeindlichkeit

„Fette Menschen sind faul und undiszipliniert. Sie essen den ganzen Tag nur Fast Food und bewegen sich nicht. Sie wollen keine Verantwortung für sich selbst übernehmen und haben sich nicht im Griff.“ Eigenschaften und Verhaltensweisen, die dick_fetten Menschen zugeschrieben werden. Was bedeutet dick_fett?Dick_fett ist eine Bezeichnung, die sich die Menschen aus der Fat Acceptance Bewegung selbst ausgesucht haben. Dick und Fett sind in unserem Sprachgebrauch … Über Fatshaming und verinnerlichte Fettfeindlichkeit weiterlesen

Identitäten unterdrücken ist scheiße

Das ist kein Text über Rassismus. Und auch kein Text über Ausländerfeindlichkeit. Das ist ein Text über die zweite und dritte Generation aus (teil-)immigrierten Familien. Generationen, Menschen, die kaum thematisiert werden. Aber es gibt uns: Menschen, die sich innerlich gespalten fühlen. Nicht, weil sie nicht als deutsch anerkannt werden – aber weshalb dann? EM 2008, Portugal gegen Deutschland Ich bin 8. Heute ist das EM … Identitäten unterdrücken ist scheiße weiterlesen

Die Sand Mafia

„Das gibt es doch wie Sand am Meer!“, bedeutet so viel wie: Das gibt es im Überfluss, davon gibt es mehr als genug, das ist nichts Besonderes. Sand ist also nichts Besonderes, weil es mehr als genug davon gibt.  Ist das so? Tatsächlich ist Sand mittlerweile einer der wertvollsten Rohstoffe der Welt.  Warum?Beton besteht zu etwa 40% aus Sand. Beton ist unser Hauptbaustoff für Straßen … Die Sand Mafia weiterlesen

„Gendern ist unnötig!“

Sprechen wir in der Mehrzahl von einer bestimmten Personengruppe benutzten wir in Deutschland das generische Maskulinum:Der Lehrer/ die Lehrerin -> die LehrerDer Student/ die Stundentin -> die StundentenDer Arzt/ die Ärztin -> die Ärzte Die männliche Pluralform soll eine Doppelfunktion haben und beide Geschlechter einbeziehen. Möchte man nur ein Geschlecht einbeziehen, sieht es anders aus:Der Lehrer -> die LehrerDie Lehrerin -> die LehrerinnenDer Arzt -> … „Gendern ist unnötig!“ weiterlesen

Make Love not War – politisch korrekte Beleidigungen

Ein Poetry Slam von Leticia Ferreira Schmidt Dein Puls steigt, dein Herz rast. Dein Körper schüttet Adrenalin, Cortisol und Endorphine aus. Dein soziales und körperliches Schmerzempfinden wird gelindert. Frust wird abgebaut – aber durch was? Liebe? Romantik? Sex? Ja, es gibt sogar Workshops dazu, aber… richtig beleidigen will gelernt sein. „Ein Ehrenmann, der Reden kann“, ist jemand der weiß, den Menschen richtig in seiner Ehre zu verletzten. Wusstet … Make Love not War – politisch korrekte Beleidigungen weiterlesen

Nachts eine Frau sein- Männer können die Lösung sein!

Ich habe aufgehört zu zählen.Zu zählen, wie oft ich meine Hände in der Jackentasche um den Schlüssel geklammert habe, für den Fall, dass ich zustechen muss.Zu zählen, wie oft ich die letzten Meter nach Hause gerannt bin.Wie oft ich die Kopfhörer zwar im Ohr, aber aus hatte. Nur für alle Fälle.Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft Männer mir hinterherrufen, ihren Kopf aus dem Auto … Nachts eine Frau sein- Männer können die Lösung sein! weiterlesen

Schönheitsmakel und Kapitalismus? – Ein Gedankenspiel

Ein Makel ist ein eindeutiger Hinweis auf eine Unreinheit: Eine von der Norm abweichende Eigenschaft oder ein Fehler. Schönheit ist eine spezifische ästhetische Eigenschaft, beispielsweise Symmetrie in Gesichtern. Stimmt das? Kann man Schönheit an bestimmten Eigenschaften festmachen und alles, was davon abweicht, ist ein Schönheitsmakel? Wenn ich an Schönheitsmakel denke, denke ich an Cellulite, Körperfett, Poren, Akne, Falten, Dehnungsstreifen, Körperbehaarung – die Liste könnte ewig weitergehen. … Schönheitsmakel und Kapitalismus? – Ein Gedankenspiel weiterlesen

Frauen mit Kind – eine Last der deutschen Arbeitswelt

Langsam fängt mir an Etwas zu fehlen. Und ich weiß auch ganz genau, was dieses Etwas ist. Das Arbeiten. Ein bisschen fehlt es mir, an meinen Arbeitsplatz zu fahren. Ein komplett anderes Umfeld zu haben. Mit Menschen zu arbeiten, die ich mag, interessant finde, aber vielleicht nicht unbedingt selbst als meine Freunde ausgesucht hätte. Wenn ich darüber nachdenke, vergesse ich manchmal kurz, warum das gerade nicht geht. Oder besser gesagt, nicht so gut geht. Ich könnte mir schon einen Job suchen. Aber ich möchte Karl gerne weiterhin voll stillen und ich möchte auch weiterhin studieren. Außerdem möchte ich, dass Martin sein Studium so schnell wie möglich beenden kann. Und mit Karl und Studium einen 450 € Job zu machen, stelle ich mir schon echt super hart vor. Vielleicht wenn er 1 ½ Jahre alt ist und endlich in die Kita darf, falls wir dann einen Platz kriegen. Das ist in Leipzig leider gar nicht so leicht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir gar keinen bekommen. Und wenn, dann am anderen Ende der Stadt wo wir erstmal 45 Minuten hinfahren müssen. Zusätzlich die Kosten für die Kita, die man nicht unterschätzen darf. „Frauen mit Kind – eine Last der deutschen Arbeitswelt“ weiterlesen

Damit unsere Kinder es besser machen

„Das sieht mega schwul aus“ 
„Bist du behindert?“ 
„Du Spasti“ 
„no homo“ 
„Du bist so eine Pussy“
„Ich frage mal, ob einer von den Kanacken ein Feuer hat“
„Ex oder Jude“
„Deine Mutter ist so fett…“

Und, einen oder mehrere von diesen Sätzen schon einmal gesagt? 

Ich kann leider auch nicht von mir behaupten, das nicht getan zu haben. Ich will mein Verhalten diesbezüglich auf keinen Fall entschuldigen, aber als wir aufgewachsen sind, war die Sensibilität gegenüber Alltagsdiskriminierung noch viel geringer. Zumindest habe ich als Kind noch von 10 nackten Negern gesungen. In der fünften Klasse hatte ich einen Klassenkameraden aus den Philippinen, mit einem sehr langen, eindeutig nicht deutschem Namen. Er wurde von so gut wie allen Lehrern gefragt, ob sie ihm einen Spitznamen geben dürften, weil sein Name ja so kompliziert sei. Sein Name war zwar nicht deutsch, aber er war definitiv nicht so schwierig, dass man ihn nicht hätte lernen oder aussprechen können. „Damit unsere Kinder es besser machen“ weiterlesen